Eklat zur Stadecker Kerb: CDU-Ratsmitglied Timo Eppelmann hintertreibt Gemeindeveranstaltung!

Wenn in der offiziellen Einladung zur Stadecker Kerb 2017 mitgeteilt wird, dass drei ortsansässige Winzer während der Kerb ihren Gutsausschank geöffnet haben, dann ist das erfreulich und es fügt sich harmonisch in das Kerbeprogramm ein. Wenn dagegen von einem anderen Winzer ausgerechnet an zwei Kerbetagen und nur wenige Meter vom Festzelt entfernt ein mit großem Brimborium angekündigtes und aufwendig arrangiertes Hoffest veranstaltet wird, dann ist das nicht nur übelste Trittbrettfahrerei, sondern auch ein hinterhältiger Tritt gegen die engagierten, ehrenamtlich tätigen Helfer, die Vereine, die Kerbejugend, Schausteller, Künstler und alle, die sich große Mühe gegeben haben, ein attraktives Kerbe-Programm anzubieten und den Bürgerinnen & Bürgern ein gemeinsames und verbindendes Erlebnis zu ermöglichen. Aber es kommt noch dicker.

Wenn in dem von der Gemeindeverwaltung veröffentlichten und offiziellen Programm diesem Winzer dann auch noch großzügig ein eigener, hervorgehobener Veranstaltungshinweis eingeräumt wird, dann muss man sich ernsthaft fragen, ob Ortsbürgermeister Barth überhaupt noch in der Lage ist, zwischen Amtsausübung und Vettern- und Klientelwirtschaft zu unterscheiden. Wer so offensichtlich wie Barth (CDU) seinem Parteifreund und CDU-Fraktionsvorsitzenden Eppelmann (CDU) einseitig und ungeniert Vorteile einräumt, der hat für unser Empfinden den politischen Anstand verloren und setzt sich selbst dem Verdacht aus, sein Amt nicht mehr mit der notwendigen Neutralität und Unabhängigkeit wahrzunehmen.

Eppelmann war es offensichtlich nur daran gelegen, als Trittbrettfahrer auf der Kerb sein eigenes Süppchen zu kochen und in seine eigene Tasche zu wirtschaften. Dazu hat er schamlos und auf Kosten der übrigen, ehrenamtlichen Veranstalter die Stadecker Kerb benutzt. Schon im Vorfeld hat er mit einer großangelegten Plakataktion versucht, von der Kerb und den angekündigten Veranstaltungen abzulenken und seine eigene, gleichzeitig stattfindende Veranstaltung aufmerksamkeitsstark in den Vordergrund zu stellen. Seine reißerische und großdimensionierte Anzeige im Nachrichtenblatt übertrifft im Format bei weitem die persönlich formulierte und erfreulich zurückhaltende Einladung des Ortsbürgermeisters und lässt bereits im Vorfeld auf die durchschaubare Absicht des „kreativen Kopfs“ des Weinguts mit der „PanoramaVideothek“ schließen.

Es ist deshalb kein Wunder, dass sich viele der Veranstalter und ehrenamtlichen Helfer von Eppelmann brüskiert fühlen und ihm vorwerfen, mit seiner überzogenen Aktion die Kerbeveranstaltung konterkariert und zu seinem eigenen Vorteil missbraucht zu haben. Eppelmann, so der Vorwurf, habe durch sein egoistisches und asoziales Verhalten wissentlich in Kauf genommen, der Stadecker Kerb einen Teil ihrer Exklusivität zu nehmen und die Arbeit und die Bemühungen der ehrenamtlich tätigen Helfer, der Vereine, der Kerbejugend sowie der Schausteller und Künstler zu unterminieren.

Man kennt Eppelmann als einen wenig zimperlichen und mittlerweile auch etwas abgehobenen Weinbauern, der nur seinen eigenen Vorteil im Auge hat. Das wäre ja noch hinzunehmen, aber es kann nicht akzeptiert werden, dass ein Gemeinderatsmitglied und Vorsitzender einer Fraktion eine Gemeindeveranstaltung für seine eigenen Interessen missbraucht und sogar noch die Bemühungen der Veranstalter hintertreibt. Eppelmann hat mit seiner Gegenveranstaltung den Erfolg der Stadecker Kerb negativ beeinträchtigt und einem wichtigen, von vielen mit Freude herbeigesehnten Gemeindeereignis geschadet. Das ist unsozial und ein Verhalten, das bei einem Mitglied des Gemeinderats nicht zu akzeptieren ist und von den Bürgerinnen & Bürgern nicht hingenommen werden kann. Eppelmann hat mit seiner Konkurrenzveranstaltung sein wahres Gesicht gezeigt. Es obliegt den Menschen in der Ortsgemeinde, sich über dieses Gemeinderatsmitglied ihr eigenes Urteil zu bilden.

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4 Gedanken zu „Eklat zur Stadecker Kerb: CDU-Ratsmitglied Timo Eppelmann hintertreibt Gemeindeveranstaltung!“

  1. Es ist schon ein wenig verwunderlich, dass sie in regelmäßigen Abständen in ihren Artikeln hervorheben, wie langweilig und unnötig die Kerb ist, so dass ihrerseits bereits eine Verkürzung oder gar Abschaffung gefordert wurde.
    Und jetzt „attraktives Kerbeprogramm“ und „gemeinsames und verbindendes Erlebnis“. Also mit Ausnahme des Festzeltes war es doch eigentlich wie immer und an allen Tagen gut bis sehr gut besucht, so dass auch „die Ehrenamtlichen“ vom Burghof, Wambolder Hof und Schott ein ordentliches Geschäft gemacht haben.
    Dass der Süßigkeiten- und der Schießstand durch die Konkurrenzveranstaltung massive Umsatzeinbußen hatte, wage ich auch zu bezweifeln.
    „Es obliegt den Menschen…sich…ihr eigenes Urteil zu bilden“ Das haben sie offensichtlich getan, denn die Hofkerb war an beiden Tagen sehr gut besucht.

    1. Wir können Ihnen anscheinend auch Garnichts recht machen. Offensichtlich sind Sie kein Freund des Forums.

      Wir haben nie ein Hehl daraus gemacht, das wir die jetzige Form der Kerb für überholt und für nicht mehr zeitgemäß halten. Die von Ihnen verwendeten Zitate sind Aussagen von Ortsbürgermeister Barth, die wir sinngemäß und in seinem Duktus wiedergegeben haben. Und dass die von Ihnen erwähnten Gutsschenken jetzt ehrenamtlich betrieben werden, war uns bis dato auch noch nicht bekannt, oder was meinen Sie mit „die Ehrenamtlichen“?

      Mit den Menschen, die sich Ihr eigenes Urteil bilden sollen, haben wir auch nicht die Suffköppe gemeint, die sich an 2 Tagen im Weingut mit der „PanoramaVinothek“ und dem „AromaGarten“ die Kante gegeben haben, sondern all‘ diejenigen, die sich über das asoziale und egoistische Verhalten des „Herrn über Reben und Fässer“ beschwert haben. Und das waren nicht gerade Wenige, die das perfide Verhalten des CDU-Gemeinderatsmitglieds Eppelmann kritisiert haben.

      1. Sie müssen mir nichts Recht machen, solange Sie in ihrer kleinen Welt zufrieden sind, ist doch alles in Ordnung.

        Und wenn Sie mit Suffköppen die vielen jungen Familien, meinen, die mit ihren Kindern vor Ort waren, haben wir hier tatsächlich eine unterschiedliche Definition von Suffköppen.

        Und zum Thema“ehrenamtlich“ ist ja wohl klar, dass die überwiegende Mehrheit, genau wie Herr Eppelmann, die Kerb nutzt, um Geld zu verdienen. Das muss auch jedem zugestanden werden. Das heißt aber nicht, dass auch der Sportverein, die Kerbejugend usw. ihren wichtigen Beitrag zu dieser Veranstaltung geleistet haben.

        1. Ja, das mit den „Suffköppen“ war schon etwas despektierlich. Wir nehmen das zurück. Aber alkoholisierte Kinder haben wir nun wirklich damit nicht gemeint.

          Was Sie allerdings dann anmerken, dafür mögen wir Sie eigentlich wieder. Wenn Sie nämlich einräumen, dass die Kerb in ihrer jetzigen Form im Wesentlichen kommerziellen Interessen dient und die „überwiegende Mehrheit“ diese Veranstaltung dazu nutzt, „um Geld zu verdienen“, dann sind wir doch in unseren Ansichten über Moral, Anstand und wirtschaftlichen Interessen gar nicht so weit voneinander entfernt. Oder was meinen Sie?

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