Das Unheil naht – 1 Jahr Barth.

feierEs ist die Sorge, die uns zum Schreiben dieses Artikels treibt. Am 17. Juli dieses Jahres jährt sich der Amtsantritt des jungen Ortsbürgermeisters und wir befürchten ein Ereignis, dass sich schon jetzt wie eine dunkle, bedrohliche Wolke über uns zusammenbraut: Es ist die voraussehbare Jubiläumsfeier und Jubelorgie zum Einjährigen, die unausweichlich und unvermeidbar auf uns zurollt und mit großer Wahrscheinlichkeit von LiStE für ihren ambitionierten Hoffnungsträger veranstaltet wird.

Sollte nicht extra die Rheingoldhalle in Mainz dazu angemietet werden, werden die Feierlichkeiten sicherlich wieder unter der Schirmherrschaft seines Parteiorgans LiStE und in der Straußwirtschaft der 1. Beigeordneten Erika Doll stattfinden, wenn sich nicht einer der übrigen 5 Weinbauern aus der CDU-Fraktion aus PR-Gründen um diese Veranstaltung bemüht. Liste ist übrigens die „CDU-Initiative„, die kürzlich von sich selbst behauptet hat, dass sie „noch lebt“ und wegen „großer Verwaltungsumstellungen“ in einem riesigen Verwaltungsbereich seit beinahe einem Jahr nicht mehr in Erscheinung treten konnte.

Moderiert wird die Veranstaltung, so nehmen wir an, wieder von dem „eloquenten“ Gemeinderatsmitglied Michael Paschke, der sich bereits bei ähnlichen Jubelveranstaltungen durch locker eingestreute Flach- und Plattheiten einen Namen  gemacht hat. Paschke, der offensichtlich seine Moderations-Erfahrung in den vielen Hauptversammlungen seine Gesangvereins gesammelt hat, wird vermutlich gleich zu Beginn der Veranstaltung noch einmal pathetisch an den glorreichen Sieg von Barth bei der Ortsbürgermeisterwahl erinnern, um, ähnlich dem Defiliermarsch der CSU bei ihrem politischen Aschermittwoch in Passau, damit die geladenen LiStE-Enthusiasten in einen rauschhaften Zustand zu versetzen.

Höhepunkt der Veranstaltung könnte dann ein abgesprochenes Interview sein, in dem Paschke aus Stichwortgeber fungiert und er Barth hemmungslos über Gott und die Welt, insbesondere über seine bisher erbrachten „Leistungen“ als Ortsbürgermeister schwafeln und schwadronieren lässt. Wir könnten in diesem „Interview“ erfahren, was schon alles an Arbeit hinter ihm lag, was noch alles an Arbeit vor dem überforderten Ortsbürgermeister liegt und welch mühsame Strecke er noch zu bewältigen hat. Und er wird uns mit Sicherheit mitteilen, über was er sich in der Vergangenheit so alles „gefreut hat„, über was er sich zur Zeit „freut“ und über was er sich in Zukunft noch alles „freuen“ wird, denn „freuen“ ist eines der Hauptcharakteristika seines Amtsgebarens – und natürlich ausgiebig feiern. Sicherlich wird er uns auch noch an weiteren „emotionalen Momenten“ seiner bisherigen Amtszeit teilhaben lassen und noch einmal allen seine Dankbarkeit aussprechen, die ihn vor einem Jahr zum Ortsbürgermeister gewählt haben, worüber LiStE scheinbar heute noch nicht drüber hinwekommt und immer noch außer sich vor Freude ist.

Worüber Barth im Einzelnen sonst noch sprechen wird, wissen wir natürlich nicht, aber wir wissen zu 100 Prozent, dass er nicht über die häufig ausgefallen Sprechstunden des Bürgermeisters spricht, nicht über die Gründe für die 10 prozentige Erhöhung seiner bereits üppigen Aufwandsentschädigung reden und auch kein Wort darüber verlieren wird, aus welchen Gründen die Bürgerinnen und Bürger seinen Verdienstausfall von 25 % seines Einkommens als Lehrer an einer Alzeyer Schule bezahlen sollen. Aber das sollte den Spaß an der Veranstaltung auch nicht schmälern.

Denn im Unterhaltungsteil treten dann wahrscheinlich noch einmal  “Heino” Strutz, und “Minnesänger” Ruf auf, während „Helene“ Doll die begeisterten Liste-Anhänger noch vor Ende der Veranstaltung „Atemlos durch die Nacht“ jagt. Zum Finale ist zu erwarten, dass die rheinhessische Weinkönigin auf die Bühne gezwungen wird, um dem verzückten Ortsbürgermeister Auskunft über Ihr hoheitliches Befinden und Einblick über den bisherigen Verlauf Ihrer Werbeveranstaltungen für die regionale Weinwirtschaft zu geben. Barth wird sicherlich nicht unerwähnt lassen, dass sie sich dabei wieder einmal „um die Gemeinde verdient gemacht hat“ um anschließend mit ihr verzückt und sich wie in einer imaginären Kutsche fühlend, auf dessen Bock er schon die königliche Hoheit zu ihrer Inthronisierung in die Burgscheune begleitet hat, die Bühne und die begeisterten LiStE-Enthusiasten zu verlassen. Wir haben keinen Zweifel daran, dass die Veranstaltung in der Nachberichterstattung von LiStE wieder einmal als „voller Erfolg“ gefeiert wird.

Also, machen Sie sich auf nichts Besonderes gefasst, wenn demnächst zu diesem Event gerufen wird. Genießen Sie, falls Sie überhaupt eingeladen werden, die kostenlosen Produkte des gastgebenden Weinbauern, die hoffentlich nicht in der daraufolgenden Gemeinderatssitzung durch einstimmigen Beschluss des Gemeinderates als Spende entgegennommen und mit einer Spendenquittung honoriert werden. Denn mit Party auf Gemeindekosten muss vorsichtig umgegangen werden.

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