http://www.stadecken-elsheim.de/fileadmin/user_upload/aktuelles/presseservice/presse_doll_erika_jpeg.jpgGeschafft! Mit Erika Doll, Mitbesitzerin des Weinguts Doll & Göth und gelernte Winzermeisterin, steht jetzt endlich auch ein Mitglied des Bauern- und Winzervereins an der Spitze des CDU-Ortsverbands Stadecken-Elsheim. Die Wahl von Frau Doll zur Vorsitzenden wurde jedoch nicht offiziell von der CDU, sondern auf der Webseite einer von der CDU gegründeten Initiative Namens „LiStE, Leben in Stadecken-Elsheim,“ verkündet, deren Mitglieder vorgeben, dass es ihnen um Stadecken-Elsheim geht, weil sie hier zuhaus‘ sind. Nicht zu verwechseln ist diese Initiative mit der vom Forum gegründeten und ähnlich lautenden Initiative LiSE, Lachen in Stadecken-Elsheim, deren Mitglieder gerne lachen und ebenfalls für sich in Anspruch nehmen, dass sie hier zuhaus‘ sind.

Die neue CDU-Vorsitzende Doll, die auch als 1. Beigeordnete den Bauern- und Winzerverein im Gemeinderat vertritt, ist uns bisher im politischen Leben der Ortsgemeinde nicht besonders aufgefallen, hat aber seinerzeit ihre kommunalpolitische Begabung bei der Verteidigung des Rathauses gegen die anstürmenden Fastnachtstruppen des ECV mit einer atemberaubenden Karaoke-Vorstellung von Helene Fischers „Atemlos“ unter Beweis gestellt und für Furore gesorgt. Schon allein für diese Darbietung hat sie den CDU-Vorsitz verdient.

Mit im „komplett“ neuen Vorstand sitzen auch die Polit-Veteranen Hermann Müller und Klaus Dietrich als stellvertretende Vorsitzende. Auch Thomas Barth ist vertreten. Doch während man beim Vorstandsmitglied Gerhard Schön schon darüber rätseln muss, welche Aufgaben er eigentlich als sogenannter „Mitgliederbeauftragter“ wahrnimmt, ist man bei Barth völlig irritiert darüber, dass er in seiner CDU-Vorstandsfunktion als „Ortsbürgermeister“ fungiert. Das soll einer verstehen. Offensichtlich hat der CDU-Ortsverband das Ehrenamt des Ortsbürgermeister bereits parteipolitisch annektiert und geht davon aus, dass es zwischen einer CDU-Vorstandsmitgliedschaft und dem Ehrenamt eines Ortsbürgermeisters eh‘ keinen politischen Unterschied mehr gibt und die Amtsinhabe für die nächsten Jahrzehnte der CDU gesichert ist.

Wenn das nicht mal ein Trugschluss ist. Denn der überforderte CDU-Ortsbürgermeister ist schon seit längerem dabei, sich selbst zu demontieren. Und mit dem SPD-Gemeinderatsmitglied Krützfeld steht ein Mann in den Startlöchern, der sich allein durch seine waghalsige Autobahn-Rettungsaktion zur Lösung besonders kniffeliger Aufgaben aufdrängt. Ob er auch die politischen Voraussetzungen für das Amt mitbringt, wissen wir nicht. Verwaltungskompetenz kann er durch seine berufliche Tätigkeit mit Sicherheit mehr aufweisen als der aktuelle Ortsbürgermeister. Und als Mann der Kirche bringt er bestimmt auch mehr Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit und Demut für das Ehrenamt des Ortsbürgermeisters mit als der jetzige und überforderte Amtsinhaber Barth.

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