Es ist schon etwas merkwürdig, wenn auf der Homepage der Verwaltung unter der Rubrik „Aktuelles aus der Ortsgemeinde“ plötzlich Meldungen auftauchen, die dort schon einmal gestanden haben und plötzlich wieder als aktuelle Nachricht verkauft werden. „Nachrichtenrecycling“ könnte man solch einen Vorgang nennen, mit dem der Eindruck erweckt werden soll, dass diese Ereignisse erst kürzlich stattgefunden hätten und man heute zu ersten Mal darüber berichtet. Dem ist aber nicht so, denn diese Meldungen werden von Barth zeitlich so lanciert, um offensichtlich seine Abwesenheit zu kaschieren und Aktivitäten vorzutäuschen.

So steht plötzlich ein Besuch von Darmstädter und Dresdner Studenten, die bereits im Juni 2018 die Ortsgemeinde besucht und sich über das LEADER-Projekt informiert haben, an vorderster Stelle der aktuellen Meldungen auf der Homepage (siehe hier). Der Artikel über den Besuch der Stadecken-Elsheimer Seniorinnen und Senioren im Kloster Maulbronn ist ganz verschwunden und über die Warnwesten für die Kindertagesstätten und den Ausbau der Ampelschaltung an der Ehrensäule ist auch nichts mehr zu lesen. Warum?

Offenbar sind diese Nachrichten nicht mehr so wichtig. Dafür stehen jetzt recycelte und unbedeutende Nachrichten über eine Bank-Spende, den Weißapfelbaum und über das Stadtradeln wieder im Vordergrund. Der Neuigkeitswert dieser Meldungen ist gleich null – die Nachricht über das Stadtradeln stand beispielsweise schon im Januar mit identischem Wortlaut unter „Aktuelles aus der Ortsgemeinde“ Es ist gerade so, als ob die Londoner Times seinerzeit ihren ersten Bericht über den Untergang der Titanic ein halbes Jahr später und mit denselben Worten noch einmal auf die Titelseite gebracht hätte.

Wir wissen nicht, was diese Verwirrspielchen und Tricksereien zu bedeuten haben. Aber es sieht beinahe so aus, als ob Ortsbürgermeister Barth damit den Eindruck erwecken möchte, dass er auch in den Ferien für die Verwaltung tätig sei und ohne Pause seinem Amt nachgehen würde. Anders sind die Vorgänge nicht zu erklären, wenn er durch die Werbeagentur der Verwaltung alte Mitteilungen recyceln und als brandheiße Meldungen verkauft – gerade so, als ob diese Ereignisse erst vor wenigen Tagen stattgefunden hätten.

Es ist sicherlich kein Zufall, dass diese Mauscheleien gerade in der Zeit passieren, in der sich Barth in seine „Sommerpause“ verabschiedet hat. Um trotzdem auf dem politischen Radar zu bleiben und ständige Anwesenheit und unentwegte Aktivitäten vorzutäuschen, scheint ihm jedes, noch so leicht durchschaubare Mittel recht zu sein, die Menschen in der Ortsgemeinde hinters Licht zu führen. Es wird immer verrückter.

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