Als im Frühjahr des vergangenen Jahres auf Initiative des bau- und immobilienbesessenen Ex-Ortsbürgermeisters Müller der Gemeinderat sein kommunalpolitisches „Meisterwerk“ ablieferte und den Kauf der zur Zwangsversteigerung anstehenden Gaststätte „Zum Dorfplatz“ in Elsheim beschloss, da hat sich die halbe Ortsgemeinde nur noch an den Kopf gefasst und sich über diese Entscheidung entsetzt. Als das Forum bei der Kommalaufsicht gegen den schwachsinnigen Kauf Einspruch erhob, wurde uns sinngemäß mitgeteilt, dass ein Gemeinderat quasi jeden Unsinn beschließen kann, solange er nicht gegen das Kommunalrecht verstößt.

Das war dann auch der Fall. Auf mehrfache Anfrage hin hat der bau- und immobilienbesessene Ortsbürgermeister dann davon geschwafelt und in hanebüchener Form schwadroniert, dass der Kauf der maroden Immobilie in Elsheim

  • zur Vermeidung einer missbräuchlichen Nutzung erfolgt sei,
  • als Vorbereitung einer städtebaulichen Maßnahme gedacht sei,
  • zur Vermeidung einer sozialen Härte stattgefunden hätte und
  • als gemeindliches Renditeobjekt vorgesehen wäre.

Über diesen ganzen Unsinn haben wir bereits im vergangenen Jahr mehrfach berichtet und vorausgesagt, dass diese Immobilie noch für lange Zeit ein Klotz am Haushaltbein der Gemeinde sein würde. Doch als ob dies alles überhaupt kein Problem wäre, hat der damalige  Ortsbürgermeister versucht, den verdummenden Eindruck zu erwecken, dass bereits zahlreiche Investoren zum Kauf bereitständen, sich quasi um die Kneipe reißen würden und den runtergewirtschafteten Bau bald einer sinnvollen Verwendung zuführen würden. Bald darauf war dann schon die Rede von einer neuen Gaststätte mit Außenbewirtschaftung, einem Hotel, einem Vereinshaus oder, beinahe unvermeidlich in unserer Verwaltung, einem „Mehrgenerationenhaus“, ob Sie es glauben wollen oder nicht. Abgesehen davon, dass die bis Mitte 2017 laufenden und unkündbaren Mietverträge jeder andere Nutzung oder einem Verkauf entgegenstehen, war dies alles nur heiße Luft in nicht 1 Investor hat sich je blicken lassen.

Heute, wo das Geld dringend gebraucht wird, läuft der junge Ortsbürgermeister durch die Lande und versucht, die 350.000 Euro schwere Fehlinvestition verzweifelt an den Mann zu bringen. Dabei war er es, der sich im Gemeinderat für den Kauf besonders stark gemacht hat. Dass eine politische Laienspielschar wie der Gemeinderat und ein „überforderter“ Ortsbürgermeiste so leichtfertig mit dem Geld der Bürgerinnen und Bürger umgehen und unbedarft jonglieren können, ist einfach ein Skandal. In der freien Wirtschaft wären diese Damen und Herren mit Sicherheit wegen Stümperhaftigkeit gefeuert worden. So aber tummeln sie sich weiterhin fröhlich im Gemeinderat und treiben mit dem Geld der Bürgerinnen und Bürger ihr finanzielles Unwesen.

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Ein Gedanke zu „Klotz am Haushaltsbein – Ehemalige Gaststätte „Zum Dorfplatz“ lässt sich nicht verkaufen.

  1. Die Gemeinde könnte nun wie in vielen anderen Fällen in unserer Republik versuchen, Nutzen aus der Flüchtlingswelle zu ziehen. Falls Räumlichkeiten zusätzlich zur Gaststätte vorhanden sind, könnten diese überteuert auf Kosten des Landes saniert und Flüchtlingen zur Verfügung gestellt werden.

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