Aufbau, Betonmischer, Bau, BauarbeitDas Forum ist sicherlich nicht dafür bekannt, die Ausweisung weiterer Baugebiete in unserer liebens- und lebenswerten Gemeinde zu unterstützen. Ganz im Gegenteil. Wenn es jedoch sein muss und es sich nicht verhindern lässt, dann sollte eine Ausweisung möglichst professionell und reibungslos vor sich gehen. Bei dem vorgesehen Baugebiet Schwalbenruh scheint das offensichtlich nicht der Fall zu sein und es sieht so aus, als ob es dem Duo Barth/Ruf wieder einmal gelingt, ein doch recht einfaches und problemloses Projekt gegen die Wand zu fahren.

Bereits in der Anfangsphase der Verkaufsverhandlungen sollen Barth und Ruf den Grundstückseigentümern völlig unzumutbare und inakzeptable Angebote gemacht haben, so dass ein kleiner Teil von ihnen sofort und kategorisch den Verkauf Ihrer Grundstücke ablehnte. So wurde schon zu Beginn der Verhandlungen die Gesamtfläche des geplanten Baugebiets durch eine ungeschickte und stümperhafte Verhandlungsführung des Duos Barth/Ruf geschmälert. Hinzu kam, dass die ersten Verkaufsverhandlungen in Einzelgesprächen und kleineren Gruppen geführt wurden, so dass die Grundstückseigentümer sehr schnell misstrauisch wurden und den Eindruck gewannen, gegeneinander ausgespielt zu werden. Das ist nicht der Stil, mit dem man das Vertrauen der Bürgerinnen & Bürger gewinnt und sie zum Verkauf ihrer Grundstücke bewegt.

Über das geplante Baugebiet Schwalbenruh ist, bis auf die Mitteilung, dass man weiterhin mit den Grundstückseigentümern in Verhandlung stehe, bereits seit längerem nichts mehr Substanzielles zu hören. Die Verkaufsverhandlungen stocken. Dies soll daran liegen, dass ehemals verkaufsbereite Eigentümer zwischenzeitlich mit dem Preisangebot der Gemeindeverwaltung nicht mehr zufrieden sind und plötzlich einen höheren Preis verlangen. Das ist legitim und dagegen ist eigentlich nichts einzuwenden. Es stellt sich allerdings jetzt die Frage, wie sich die Gemeindeverwaltung verhält. Sollten sich diese Grundstücke in bebauungstechnisch zentralen Bereichen des geplanten Baugebiets befinden und können sie nicht aufgekauft werden, so wäre die Angelegenheit „Schwalbenruh vom Tisch und der überforderte Ortsbürgermeister hätte wieder einmal ein Projekt gegen die Wand gefahren.

Ein erneutes Versagen möchte Barth aber unter allen Umständen vermeiden. Und so wird er früher oder später den Forderungen nachkommen und den unwilligen Grundstückseigentümern einen höheren Preis zahlen. Das fällt im nicht besonders schwer, da das Geld ja aus der Gemeindekasse kommt und es sich bei den Begünstigten teilweise um seine stets hofierte Klientel handeln soll. Es bleibt dann die Frage, wie man sich gegenüber den nicht-nachfordernden und den Eigentümern verhält, die ihr Grundstück bereits zum niedrigeren Preis verkauft haben

Inwieweit eine Gemeindeverwaltung gezwungen ist, von allen Grundstückeigentümer zu demselben Preis zu kaufen, wissen wir nicht. Wir raten jedoch den eventuell „Benachteiligten“, die Preisgestaltung bei der Gemeindeverwaltung zu hinterfragen, damit sie am Ende nicht als die Übertölpelten und Gelackmeierten dastehen.

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