Er ist wieder da! Der selbsternannte, „cool aussehende Politiker“ ist zurück. Nachdem wir wegen der langanhaltenden Abstinenz auf seiner Facebook-Seite schon in großer Sorge waren (siehe hier), hat sich Thomas. B jetzt endlich wieder zu Wort und Bild gemeldet und lässt seine Fans weiterhin an seinem aufregenden Leben teilhaben. Oder aber auch nicht. Denn es sieht so aus, als ob an dem wirklich aufregenden Teil seines Lebens nur noch auserwählte „Freunde“ und nicht mehr seine Fangemeinde im Forum und die breite Öffentlichkeit teilnehmen dürfen.

Während der „cool aussehende Politiker“ uns früher noch mit spannungsgeladenen Berichten über den aufregenden Besuch der Polizei-Inspektion Ingelheim, das Fitmachen eines Hydranten für den Winter oder über befruchtende Wirtschaftsgespräche mit einem Dachdeckermeister aus Ockenheim in Atem hielt, handelt sein letzter Post nur noch von einem Gespräch mit Staatssekretär Becht, den er, so sieht es auf dem Foto aus, zufällig auf dem Flur des Landtags getroffen haben muss. Von Abenteuer und aufregendem Leben ist in diesem Post weit und breit nichts mehr zu spüren, obwohl schon Minuten nach seiner Veröffentlichung 16 sogenannte „Freunde“ den Gefällt-mir-Button angeklickt haben.

Weniger aufgeregt hat uns das Foto, jedoch mächtig aufgeregt der Begleittext, mit dem Thomas B. staatsmännisch das Foto begleitet: „Gestern im Gespräch mit Staatssekretär Andy Becht im Verkehrsministerium haben wir die weiteren Schritte in Richtung Umgehungsstraße besprochen.“ Nach einer solchen Aussage von Thomas B. schrillen bei uns gleich alle Alarmsirenen, denn wenn Thomas B. „weitere Schritte bespricht,“ dann weiß man nie, ob er auch in die richtige Richtung schreitet, die Schrittfolge einhält oder schon vor dem ersten Schritt über seine eigene Imkompetenz gestolpert ist. Deshalb möchten wir daran erinnern, dass über die „weiteren Schritte“ ausschließlich der Gemeinderat, und nicht Barth zu entscheiden hat – über eine konkrete Trassenführung für die Nord- und Südumgehung und die Festlegung der zeitlichen Prioritäten für die beiden Trassen. Und darüber wird nicht auf einem Flur oder einer Begegnung unter einem Fahnenmast entschieden.

Das Projekt Umgehungsstraßen ist keine Privatveranstaltung von Thomas B. und sollte von ihm nicht zur eigenen Profilierung missbraucht werden. Deshalb ist es auch unerträglich, dass Thomas B. dieses Thema zu Selbstdarstellung nutzt und darüber auf seiner persönlichen Webseite bei Facebook tratscht. Über wichtige Angelegenheiten der Ortsgemeinde sollte dort informiert werden, so sie hingehören: Im Nachrichtenblatt und auf der Internetseite der Gemeinde. Denn nur zu diesen Medien und nicht zu dem lächerlichen und aufgeblasenen Gesülze auf Facebook haben die Bürgerinnen & Bürger uneingeschränkt freien Zugang.

Ungeachtet unserer Kritik fordern wir Thomas B. dazu auf, seine Posts nicht mehr zu filtern und nicht nur seine „Freunde“, sondern auch wieder die gesamte Öffentlichkeit an seinem aufregenden Leben teilnehmen zu lassen. Facebook hat die maximale Anzahl von „Freunden“ auf 5000 begrenzt, und es wäre doch schade, wenn der Rest der Welt nicht auch den Atem anhalten dürfte.

Ausgiebig feiern möchten wir die Wiederkehr von Thomas B. mit einem musikalischen Leckerbissen, der dem freudigen Ereignis angemessen ist und schon 1965 die Welt in Atem gehalten hat. Achten Sie bitte auf den durchgehend spannungsgeladenen Bass-Verlauf, der die Intention des Künstlerin effektvoll und kongenial unterstützt.

http://www.youtube.com/watch?v=FV8A0zrGeGY

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