Wir haben unseren Augen nicht getraut, als wir auf der Facebook-Seite des „Umweltaktivisten“ Thomas B. am 10. Januar um 22:42 unter dem Titel „Kampf den Diesel-Abgasen“ einen Link zum einem Video-Beitrag des SWR über die Abgasbelastung in der Mainzer Straße vorfanden. Gleich zu Beginn des Beitrags (siehe hier) stellt sich Thomas B. gemeinsam mit dem Vorsitzenden der BI Umgehungsstraßen an den Engpass in der Mainzer Straße und legt dort eine beinahe unglaubliche, schauspielerische Glanzleistung hin. Gerade so, als ob er von dem enormen Verkehrsaufkommen und der damit verbundenen Abgasbelastung an diesem Engpass noch nie etwas gehört hätte, spielt er dummdreist die Rolle des Überraschten, schaut erstaunt aus der Wäsche und fuchtelt gestenreich und ungläubig mit den Händen.

Eine solch eingeübte Heuchelei ist kaum noch zu überbieten und diese dauerhaften, klamaukartigen Darbietungen sind mittlerweile nur noch peinlich. Denn es ist Thomas B., dem das Problem in der Mainzer Straße seit seiner Kindheit bekannt ist, der dennoch und während seiner 10-jährigen Ratsmitgliedschaft als CDU-Fraktionsvorsitzender das Umgehungsstraßen-Projekt vorwiegend behindert und in seiner bisherigen Amtszeit als Ortsbürgermeister kaum einen Finger dafür krumm gemacht hat. Sich jetzt hinzustellen und den Überraschten und Verwunderten zu spielen, ist mehr als unverfroren und dreist. Das von Thomas B. abgespulte Schauspiel ist eine Verhunzung und Verhöhnung des Engagements aller Mitglieder der BI Umgehungsstraßen.

Auch zum Ende des Berichts setzt Thomas B. die Schmierenkomödie fort. Tief in Akten vergraben vertieft er sich in seinem Büro wichtigtuerisch in Umgehungspläne und nimmt staatstragend und geschwollen zu einer Situation Stellung, die weder von ihm herbeigeführt wurde, noch von ihm bestimmt oder beeinflusst werden kann. Dennoch versucht er den Eindruck zu erwecken, als ob er alle Fänden in der Hand hielte und ohne ihn nicht zustande käme. Wichtigtuer oder Schaumschläger nennt man solche Menschen, die sich als Trittbrettfahrer entlarven, nichts Konstruktives zur Sache beitragen und sich prahlerisch in den Vordergrund spielen. Mittlerweile muss man sich fragen, warum Thomas B. überhaupt zu der Auffassung gelangen kann, dass ihn in dieser Farce überhaupt noch jemand ernst- oder ihm etwas abnimmt.

Und noch ein Hinweis zum Schluss: Thomas B. gilt ausgewiesener Interessenvertreter des örtlichen Bauern- und Winzervereins. Ob er auch Mitglied ist, wissen wir nicht. Der Bauern- und Winzerverein hat sich klar gegen den dringend notwendigen Bau der Umgehungsstraßen für Stadecken-Elsheim ausgesprochen. Andererseits sind ohne die Zustimmung der 7 Mitglieder des Bauern- und Winzervereins im Gemeinderat von Thomas B. eingebracht Anträge nur schwerlich durchzusetzen. Es ist also wichtig, dass diese Konstellation bei der Bewertung der Glaubwürdigkeit des Thomas B. für sein Engagement zum Bau der Umgehungsstraßen berücksichtigt wird.

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