Wie vorausgesagt und nicht anders zu erwarten, liefert sich Ortsbürgermeister Barth selbst Steilvorlagen und hat jetzt als oppositioneller CDU-Hinterbänkler Thomas B. 3 neue Anfragen im Landtag eingebracht, um wieder einmal auf sich aufmerksam zu machen. Ohne auf die in Stadecken-Elsheim gemessenen und hohen Stickoxidwerte einzugehen, hat er unter dem aufgesetzten Titel „Realisierung von Infrastrukturprojekten trotz Naturschutzkonflikt“ jetzt mal nachgefragt, warum „die Realisierung der Westtrasse einer möglichen Umgehungsstraße der Gemeinde bei Querung der Selz zu einer erheblichen Beeinträchtigung des europäischen Vogelschutzgebiets führen würde und damit nicht verträglich sei.“ Das hätte er auch schon einmal während der vergangenen 8 Jahren fragen können, denn solange besteht dieses Problem bereits.

Wohlgemerkt, die Bürgerinnen & Bürger haben bestimmt nichts gegen die Klärung des Sachverhalts, wohl aber werden sie sich wundern, warum Barth eine solche Frage nicht schon während seiner 10-jährigen Zeit als CDU-Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat oder während seiner 4-jährigen Amtszeit als ehrenamtlich tätiger Ortsbürgermeister gestellt hat. Diese Art Untätigkeit ist schon verblüffend. Entweder lässt dies auf mangelndes Engagement oder ein erneutes Versagen in einer wichtigen Gemeindeangelegenheit schließen. Anstatt die Landesregierung zu nerven, wäre es sicherlich besser, wenn Barth sich als Ortsbürgermeister intensiver um die Gemeindeangelegenheiten kümmern würde, als permanent neue Säue durch den Landtag zu treiben und mit aufgeblasenen Nichtigkeiten auf sich aufmerksam zu machen und sich in den Vordergrund zu spielen.

Dazu zählt mit Sicherheit auch seine Anfrage zur „Aktualisierung und Optimierung lufthygienischer Grenzwerte im Landkreis Mainz-Bingen“, die er aus unerklärlichen Gründen gleich in einen Teil I und einen Teil II unterteilt hat. Während er in Teil I mit verschwommenen Fragen zu den Messstellen schon Verwunderung hervorruft, wirkt der selbsternannte „lufthygienische Grenzwert-Experte im Landkreis Mainz-Bingen“ in Teil II noch verwirrter und macht sich mit Fragen im Zusammenhang mit dem „Zentralen Immissionsmessnetz (ZINEM)“ zur „lufthygienischen Veränderungen (…) (bitte nach Messpunkt einzeln aufführen)“, ihrer „Gebietseinstufungen und Veränderungen“, zur „Optimierung der Gebietseinstufungen“ und darüber, wie die Landesregierung gedenkt, „diese konkret zu gestalten“, wieder mal so richtig wichtig.

Welchen Zweck Barth mit solch seinem aufgesetzten Getue und durchschaubaren Gefasel verfolgt, das haben wir in diesem Forum schon mehrfach deutlich gemacht und muss nicht wiederholt werden (siehe hier). Wir empfehlen Thomas B. deshalb, endlich von seinen Ein-Mann-Show-Veranstaltungen und Alleingängen im Landtag abzulassen und sich als Ortsbürgermeister darauf zu konzentrieren, dass in der Ortsgemeinde die richtigen Weichen gestellt und die notwendigen Schritte unternommen werden. Offensichtlich hat er dazu schon seit Langem keine Lust mehr.

Das hat mittlerweile auch die BI Umgehungsstraßen erkannt, wenn sie vom Ortsbürgermeister anmahnt, „dass ein Erfolg nur dann möglich sein wird, wenn in der Ortsgemeinde Einigkeit über die Trassenführung von Nord- und Westvariante erzielt und diese gegenüber dem Land dokumentiert wird.“ Darum hat sich nämlich der egomanische Selbstdarsteller und selbstverliebte Phrasendrescher bisher wenig gekümmert und hat etliche Zweifel an seinem Engagement aufkommen lassen. Eher hat man den Eindruck, dass er mit seinem Verhalten diese Gemeinsamkeit bewusst hintertreibt. Wäre das allerdings der Fall – und seine Nähe zum Bauern- und Winzerverein schließt dies nicht aus – dann wäre es an der Zeit, dass dieser Mann sein Mandat als Vertreter aller Bürgerinnen & Bürger von Stadecken-Elsheim niederlegt.

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