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Nachdem am 31.12.2018 bereits die 4. Frist für den Verkauf des gemeindeeigenen Grundstücks Kreuznacher Straße/Talstraße an die Bauherrengemeinschaft „Selztal-Ensemble“ des Koordinators Schlimmer (CDU) ergebnislos verstrichen ist, hat man eigentlich erwartet, dass Ortsbürgermeister Barth (CDU) das Thema auf die Agenda der nächsten Gemeinderatssitzung setzt und der Gemeinderat über den Verkauf des Grundstücks berät. Nichts da: Weder kann der Gemeinderat am 04.02.19 endgültig über einen Verkauf oder eine anderweitige Verwendung entscheiden, noch hält es Barth für nötig, den Gemeinderat und die Bürgerinnen & Bürger über den Status der Angelegenheit zu unterrichten.

Während Barth ansonsten zu jeder Trivialität und Nebensächlichkeit ausschweifend Stellung nimmt und sich mit einfältigen „Wasserstandsmeldungen“ lächerlich macht – „Ausbau der Weidenbornquelle schreitet voran“„Umgehungsstraße kommt einen Schritt näher“ – „Rutsche am Spieleschiff Kleinfeld III montiert“, hält er die 600.000,00 Euro, die die Gemeinde für das Grundstück ausgeben hat, für nicht erwähnenswert und jongliert seit 1 1/2 Jahren lustig mit dem Geld aus der Gemeindekasse, ohne für Transparenz zu sorgen. Man kann nur hoffen, dass es bei der Bauherrengemeinschaft „Selztal-Ensemble“ zwischen den beiden CDU-Parteifreunden Barth und Schlimmer korrekt zugeht. Über Bau- und Grundstücksgeschäfte im öffentlichen Bereich sind schon ganz andere „Lokalgrößen“ gestolpert.

Nun kann es bei der Planung und Durchführung von Gemeindeprojekten aus vielerlei Gründen immer mal zu Verzögerungen kommen. Wenn dies jedoch, wie bei Ortsbürgermeister Barth, die Regel, und nicht die Ausnahme ist, dann muss man schon fragen, ob er das Amt des Ortsbürgermeisters mit dem notwendigen Engagement und der erforderlichen Durchschlagskraft ausübt. Der seit beinahe 5 Jahren angekündigte Verkauf der für knapp 400.000,00 €, aus dubiosen Gründen aufgekauften, maroden Immobilie am Dorfplatz Elsheim, das groß angekündigte und immer noch fehlende Verkehrs- und Parkraumkonzept oder seine passive und dubiose Rolle bei der Planung der Umgehungsstraßen sind nur drei Beispiele dafür, dass Barth im Amt überfordert und nicht in der Lage ist, wichtige Projekten zu initiieren und voranzutreiben.

Seit seinem Amtsantritt geht in dieser Gemeinde kaum etwas, oder nur schleppend, voran. Man kann Barth deswegen nicht böse sein. Nur sollte er das Amt des Ortsbürgermeisters einer kompetenteren Person überlassen und nicht versuchen, seine Unfähigkeit und sein Versagen durch häufiges Phrasendreschen und viel Gefasel zu verbergen. Die kritischen Bürgerinnen & Bürger in der Ortsgemeinde haben längst erkannt, wie kraft- und saftlos sich Barth im Amt durchschleppt.

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