Was ist mit der Sanierung des Vereinsheims? Barth tritt weiterhin auf die Bremse und dreht Däumchen.

Als in der Gemeinderatssitzung am 02.11.2016 ein besorgter Bürger die seit langem versprochene Sanierung des maroden Vereinsheim einforderte und darauf hinwies, dass das Vereinsheim bereits abgängig sei und mit den Arbeiten schnellstmöglich begonnen werden müsse, hätte unser nebenberuflich tätiger Ortsbürgermeister eigentlich vor Scham in den Boden versinken müssen. Aber weit gefehlt. Stattdessen redete er in seiner Antwort wieder mal um den heißen Brei herum und versuchte mit einem Schwall von Allgemeinplätzen und Flachheiten von seinem Versagen abzulenken. Dabei geht es um ein Problem, für das er seit über 6 Jahren mitverantwortlich ist und zu dessen Lösung er seit Beginn seiner Amtszeit aus politisch-taktischen Gründen immer wieder auf die Bremse tritt.

Auf die Forderung des Bürgers reagierte Barth in der Ratssitzung in gewohnt nichtssagender Manier und schwafelte erst einmal davon, „dass Gespräche geführt werden“ müssten. Allein für diese Gaga-Aussage hätte der Gemeinderat einen sofortigen Absetzungsantrag einbringen müssen. Hat er aber nicht. Dann brachte Barth in seiner Antwort plötzlich die Suche nach einem neuen Standort für den Bauhof ins Spiel und verband diese Absicht wieder einmal mit dem Bau einer Drei-Feld-Sportanlage, obwohl er den Bedarf für solch eine groß-dimensionierte und teure Halle bis heute noch nicht nachweisen konnte. Während von der überdrehten Beigeordneten Doll wegen angeblicher Ebbe in der Gemeindekasse perfide die zukünftige Veranstaltung des Weihnachtsmarktes in Frage gestellt wird, jongliert ein überforderter Freizeit-Politiker weiterhin mit einem Millionen-Projekt, für das kein Cent Geld vorhanden ist und sich die Gemeinde in erheblichem Umfang verschulden müsste.

Weiter faselte Barth dann davon, dass im November/Dezember auch Gespräche mit der TSVgg geführt werden und auch im nächsten Jahr -zum wievielten Mal eigentlich noch?- 500.00 Euro für die Sanierung der Halle in den Haushalt eingestellt werden sollen. Abgesehen davon, dass nicht die TSVgg über den Bau einer neuen Sporthalle entscheidet, muss in diesem Zusammenhang noch einmal hinterfragt werden, warum für den Beigeordnete Ruf bereits 2013 ein üppiges Architektenhonorar für die Sanierung des Vereinsheim beschlossen wurde. Hat Ruf nur kassiert und nicht geliefert? Zu guter Letzt und im Kritik-Abwiegelungs-Modus hatte Barth in der Gemeinderatssitzung dann auch noch die Chuzpe, dem Bürger die Sanierung des Vereinsheims im nächsten Jahr „zuzusagen“, was immer Barth oder gar der Bürger auch darunter verstehen mögen. Aber so ist er nun einmal, unser gewiefter Politik-Stratege: Viel versprechen, nichts halten und alles auf den St. Nimmerleinstag verschieben.

Dabei hat Barth noch im Juni dieses Jahres und kurz nach dem Skandal um den Bau einer Sporthalle auf der Schulwiese vollmundig von sich selbst „gefordert“, dass  „In den Sommerferien (…) der Sanierungsplan fertig sein [müsse], damit die Kosten im Nachtragshaushalt ausgewiesen werden könnten“ und, damit „diese Maßnahme nun nach fünf Jahren der Diskussion endlich ins Rollen kommt. Nichts ist ins Rollen gekommen, nichts ist passiert und es beginnen bald schon die Weihnachrtsferien. Barth tritt weiterhin auf die Bremse und hat das Projekt keinen Millimeter vorangebracht. Genauso wie das seit Jahren versprochene Verkehrs- und Parkraum-Konzept, dass er offenbar aus Angst vor dem Bauern- und Winzerverein nicht anpackt und mit Alibi-Veranstaltungen wie der „Begehung von Straßen“ durch den“Verkehrsexperten“ Ruf und mit einer Hausarbeit von ein paar Erstsemester – Studenten  über den „ruhenden Verkehr“ in den alten Ortskernen begraben möchte. Von seinem Getue um die Umgehungsstraßen wollen wir eigentlich gar nicht sprechen

Lassen Sie uns einmal ganz offen unsere Meinung aussprechen: Nach mehr als der Hälfte seiner Amtszeit erweist sich Barth als kompetenz- und antriebsloser Schwadroneur und Dampfplauderer, der mit dem Amt eines Ortsbürgermeisters offensichtlich überfordert ist und bisher noch nichts Wichtiges und Richtiges zustande gebracht hat. Das ist belegbar. Dabei hat er doch genügend Zeit und bekommt auch ausreichend Geld. Hat er sich doch extra und auf Kosten der Bürgerinnen und Bürger zu 25 % von seiner beruflichen Tätigkeit freistellen lassen und bekommt er doch für seine „ehrenamtliche“ Tätigkeit“ monatlich über 3.000 Euro aus der Gemeindekasse bezahlt.

Für diesen Betrag könnte sich die Gemeinde eine hauptberuflich tätige Person leisten, die das Amt des Ortsbürgermeisters in Vollzeit, kompetent und engagiert ausübt und nicht nur als Spielwiese zur Selbstdarstellung und dem Ausleben von Eitelkeiten oder als kurzfristige Durchgangsstation und geeignetes Sprungbrett für eine politische Laufbahn betrachtet.

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