Kommentare zu: Wie erwartet: Bauern- und Winzerverein schießt aus vollem (Fern)Rohren gegen geplante Sternwarte.

  • Moment,
    also man kann sich ja durchaus kritisch mit „den Weinbauern“ auseinandersetzen, jedoch gehen die herabwürdigenden Äußerungen in den Kommentaren hier doch ein Stück zu weit und im Namen der AAG möchte ich mich davon distanzieren.

    Zu erwähnen ist, dass selbst der von „mit über einem Drittel“ Winzeranteil „dominierte“ Gemeinderat der Bauvoranfrage zur Sternwarte mit großer Mehrheit zugestimmt hat.

    Deshalb ist die Aussage „die Weinbauern“ und „die Winzer“ eine ziemliche Pauschalisierung. Nicht jeder Weinbauer in Stadecken-Elsheim ist innovationsresistent.
    Diejenigen, die den Artikel in der AZ lancierten, gehören hier offenbar zu einer unzufriedenen Minderheit, die ihre Belange nicht ausreichend berücksichtigt sehen. Das wundert mich jedoch, denn ich gebe mir redliche Mühe immer zu Gesprächen bereit zu stehen (Das letzte Gespräch in der Gemeinde mit einem der drei Herren war am 17.5.) und nach Lösungen für die Wegeproblematik zu suchen. Eigentlich waren wir da auch alle gemeinsam auf einem guten Weg und haben Vorschläge gemacht und waren kompromissbereit. Leider ist davon im AZ-Artikel aber gar nicht die Rede.

    Müller-Thurgausagt:

    man sollte doch Winzer nicht geistig überfordern und zu viel von diesem Berufsstand erwarten: Schon einmal davon gehört, dass in der Berufsschule Physik geschweige denn Astronomie durchgenommen wird? Ein Winzer muss doch noch nicht einmal Abitur haben. Auf diesem niedrigen Level befinden wir uns doch hier. Der örtliche Winzerverband hat sich gerade dazu durchgerungen, dass die Erde keine Scheibe mehr ist, da soll doch nicht eine Sternwarte an ihrem geozentrischen Weltbild rütteln.

    Forum-Redaktion sagt:

    Wir möchten eigentlich das von uns angesprochene Problem nicht auf das Bildungsniveau der Mitglieder des Bauern- und Winzervereins reduzieren. Das wäre der Bedeutung der Angelegenheit nicht angemessen. Ob die Weinbauern und Winzer in Stadecken-Elsheim Abitur oder gar eine akademische Ausbildung haben, spielt für eine objektive gesellschaftspolitische Bewertung und die lokalen Aktionen dieser Berufsgruppe keine Rolle.

    Wir wissen, dass es unabhängig von der Schulbildung oder sonstiger Qualifikationen unter den Mitgliedern des Bauern und Winzervereins aufgeschlossene und fortschrittlich denkende Mitglieder gibt, die nicht allein auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind, sich als integrierter und gleichberechtigter Bestandteil der Bürgerschaft verstehen und ihrer Verantwortung gerecht werden.

    Demgegenüber steht eine kleine, abgehobene Minderheit von Wichtigtuern dieser Berufsgruppe, die ihre gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung für die Ortsgemeinde völlig überschätzt und die irre Vorstellung vertritt, den Bürgerinnen und Bürger vorschreiben zu können, was in dieser Gemeinde zu geschehen hat. Das geht schon seit Jahrzehnten so und ist einer der Gründe dafür, warum diese Damen und Herren mit über einem Drittel den Gemeinderat dominieren. Eine solche Konstellation widerspricht dem demokratischen Prinzip und ist schädlich für die Allgemeinheit.

    Einfacher Bürgersagt:

    Kurze Frage als Nicht-Astronom: Warum braucht Stadecken-Elsheim eine Sternwarte? Mehr Steuereinnahmen? Eher nicht. Dafür mehr Verkehr. Gut, als Ausgleich für das entstehende Verkehrschaos im Zuge der Sanierung der Mainzer Straße wäre das zumindest ein fairer „Ausgleich“ für den OT Stadecken.

  • Goldfasan sagt:

    Die Spinner sollen sich um ihren Wein kümmern und nicht alles blockieren. Stadecken-Elsheim braucht die Sternwarte. Das geht doch die Winzer nichts an.

  • Flegar sagt:

    „Es muss ein Bebauungsplan her, und zwar einer, den die Astronomische Arbeitsgemeinschaft zahlt. “

    Man kann es auch anders definieren: Bezahlen soll der, der einen Bebauungsplan fordert. Also dieser dubiose Winzerverein, der nicht im Vereinsregister RhLpf zu finden ist.

    „Sprecher der Aufbaugemeinschaft“

    Von welcher Aufbaugemeinschaft ist denn Herr Beck? Welche Gemeinschaft steckt dahinter – oder ist das eine private Aufbaugemeinschaft, bestehend aus drei Winzern?

    „Privilegierte Baumaßnahmen können außerorts auch ohne Bebauungsplan unter besonderen Voraussetzungen verwirklicht werden, Beispiele sind Aussiedlerhöfe und landwirtschaftlich genutzte Hallen.“

    Zählen zu den privilegierten Baumaßnahmen auch Aussiedlerhöfe, die teilweise vermietet werden und Gästezimmer anbieten? Hat da die Bauverwaltung geschlafen oder waren da die Weinpräsente ausreichend genug?

    • Forum-Redaktion sagt:

      Wir haben auch erst gedacht, dass es sich bei der Aufbaugesellschaft um einen Geheimbund wie die Freimaurerloge P2 im Vatikan handelt, bis wir herausgefunden haben, dass diese seltsame Organisation eine Anstalt des öffentlichen Rechts ist, die auf der Grundlage des WAG (Weinbergsaufbaugesetz RLP, gibt es nur in RLP, kennt kein Mensch), ebenso wie der Bauern- und Winzerverein verdeckt und im Hintergrund agiert und sich um alle Angelegenheit der Weinbergsbesitzer in Stadecken-Elsheim, insbesondere um die Flurbereinigung und die Reblausbekämpfung kümmert. Natürlich werden auch die Aktivitäten der Aufbaugesellschaft kräftig mit Steuergeldern subventioniert.

      Ob die Bauaufsichtsbehörde in Ingelheim geschlafen hat oder ob da einige Fuder Wein geflossen sind, wissen wir natürlich nicht. Aber es ist doch schon arg seltsam, dass im Außenbereich der Gemeinde zahlreiche Ferienwohnungen und prachtvolle Wohnhäuser von Aussiedlern entstanden sind, in denen noch nie ein Aussiedler und noch nicht an einem einzigen Tag ihres Bestehens ein Gegenstand zur Herstellung von landwirtschaftlichen Produkten gesichtet wurde. Und einem gemeinnützigen Verein wie der Astronomischen Arbeitsgemeinschaft wird dann der Bau einer Toilette verweigert. Da fasst man sich nur noch fassungslos an den Kopf.

  • Hans Dietrich Euler sagt:

    Es wäre sehr traurig, wenn so ein himmlisches Projekt wie die Sternwarte von egoistischen und dummen Bauern verhindert werden würde.

  • Saturno sagt:

    Es wäre für Stadecken-Elsheim ein großer Gewinn, wenn sich die Sternwarte hier niederlassen könnte. Ich fände es sehr schade, wenn das Projekt wegen solcher Wutbürger, die hier im Ort ohnehin schon das Paradies haben, nicht realisiert wird.

    • Forum-Redaktion sagt:

      Das sind keine Wutbürger. Die könnte man ja noch verstehen. Das hier sind abgehobene Wichtigtuer, die viel zu lange von der Gemeindeverwaltung gepampert wurden und nur ihren eigenen Vorteil im Auge haben.

 

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Ein Gedanke zu „Kommentare zu: Wie erwartet: Bauern- und Winzerverein schießt aus vollem (Fern)Rohren gegen geplante Sternwarte.

  1. Moment,
    also man kann sich ja durchaus kritisch mit „den Weinbauern“ auseinandersetzen, jedoch gehen die herabwürdigenden Äußerungen in den Kommentaren hier doch ein Stück zu weit und im Namen der AAG möchte ich mich davon distanzieren.

    Zu erwähnen ist, dass selbst der von „mit über einem Drittel“ Winzeranteil „dominierte“ Gemeinderat der Bauvoranfrage zur Sternwarte mit großer Mehrheit zugestimmt hat.

    Deshalb ist die Aussage „die Weinbauern“ und „die Winzer“ eine ziemliche Pauschalisierung. Nicht jeder Weinbauer in Stadecken-Elsheim ist innovationsresistent.
    Diejenigen, die den Artikel in der AZ lancierten, gehören hier offenbar zu einer unzufriedenen Minderheit, die ihre Belange nicht ausreichend berücksichtigt sehen. Das wundert mich jedoch, denn ich gebe mir redliche Mühe immer zu Gesprächen bereit zu stehen (Das letzte Gespräch in der Gemeinde mit einem der drei Herren war am 17.5.) und nach Lösungen für die Wegeproblematik zu suchen. Eigentlich waren wir da auch alle gemeinsam auf einem guten Weg und haben Vorschläge gemacht und waren kompromissbereit. Leider ist davon im AZ-Artikel aber gar nicht die Rede.

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