Laut einem Artikel in der AZ Mainz hat Thomas Barth bei seiner Nominierung zum Ortsbürgermeister seinen überraschten CDU-Parteifreunden „vor Augen geführt, was in den letzten fünf Jahren an kleinen und großen Projekten realisiert und neu angestoßen wurde.“ Offenbar nicht viel, und selbst überrascht von solch einer aberwitzigen Behauptung, hat er dann schnell einen Rückzieher gemacht und nachgeschoben: „Erfolg bemisst sich nicht nur an harten Fakten. Es ist viel entscheidender, dass unsere Mitmenschen gerne in unserer Gemeinde leben.“ Da müssen wir Barth eindeutig widersprechen und vertiefend ergänzen: Erfolg wird nämlich „nur an harten Fakten“ gemessen, und an nichts Anderem. Und „unsere Mitmenschen“ würden mit Sicherheit selbst dann gerne in unserer Gemeinde leben, auch wenn sich ein ehrenamtlich tätiger Ortsbürgermeister als Vollidiot erweisen würde.

Mittlerweile geht Barth mit seinem Geschwafel sogar seinen eigenen Gefolgsleuten mächtig auf die Nerven. Aufdringlich und selbstherrlich lässt er keine Gelegenheit aus, sich als großer Zampano aufzuspielen und sich den Menschen als erfolgreicher Macher und Schaffer zu verkaufen. Unaufhörlich versucht er den Eindruck zu erwecken, dass er Wichtiges bewegt und in seiner Amtszeit Vieles bewirkt hat. Genau das Gegenteil ist der Fall. Da rühmt sich ein aufgeblasener Wichtigtuer und Schaumschläger mit Dingen, für die er nicht die geringste Urheberschaft besitzt, die er weder initiiert, nur halbherzig verfolgt und noch nicht einmal erfolgreich zu Ende gebracht hat.

Wohl noch nie in der jetzt fünfzigjährigen Geschichte von Stadecken-Elsheim gab es einen ehrenamtlichen Ortsbürgermeister, der so wenig auf die Reihe bekommen und so viel Kontraproduktives für die Ortsgemeinde geleistet hat. Wir lassen einfach die Fakten sprechen und messen Barth an seinen eigenen, großspurig verkündeten Versprechungen. Dabei haben wir nur konkrete, messbare Projekte berücksichtigt. Ankündigungen und Äußerungen nach Sonntagsredner-Art haben wir außer Acht gelassen und uns bewusst der Kommentierung von Routine- und repräsentativen Aufgaben eines Ortsbürgermeisters enthalten. Hier also die Barth’sche „Erfolgsbilanz“ im Vergleich:

  1. Errichten eines Zentrums für Senioren und Pflege „Auf dem Knichel“ (gegenüber Einkaufsmarkt) – Negativ, nicht realisiert! 
  2. Unterstützen von Sanierung und Modernisierung der Ortskerne  Positiv, Sanierungssatzung erstellt. Programm wurde nicht ein einziges Mal nicht genutzt!
  3. Erhalten von leerstehenden Anwesen und Höfen und deren wohn-wirtschaftliche Aktivierung und Helfen bei der Planung von Baumaßnahmen und der Beantragung von Zuschüssen – Negativ, nicht realisiert!
  4. Neugestalten des Kirchenthing mit Bürgerbeteiligung – Negativ, nicht realisiert!
  5. Bauen der kleinen Sporthalle – Negativ, nicht realisiert!
  6. Sanieren des Amtshauses und Schaffen neuer Vereinsräume – Positiv, realisiert, jedoch vom Amtsvorgänger initiiert!
  7. Schließen bestehender Baulücken – Negativ, nicht realisiert!
  8. Bauen eines Mehrgenerationenhaus mit öffentlicher Förderung als Pilotprojekt Negativ, nicht realisiert!
  9. Anbieten weiterer Bestattungsmöglichkeiten auf den Friedhöfen – Negativ, nicht realisiert!
  10. Initiieren von Bürgergenossenschaften – Negativ, nicht realisiert!
  11. Ausbauen eines schnellen Internetzugangs für alle – Negativ, nicht realisiert!
  12. Schaffen eines Dienstleistungszentrums (Büropark An der Steig)Negativ, nicht realisiert!
  13. Ausbauen von Gewerbeflächen im Anschluss an das Gewerbegebiet Nieder-Olm – Außer Grundstücksankauf nichts passiert!
  14. Gründen eines Gewerbevereins – Negativ, nicht realisiert!
  15. Schaffen einer Plattform für örtliche Gewerbetreibende, z.B. Gewerbeschau – Negativ, nicht realisiert!
  16. Fördern der einheimischen Betriebe, z.B. durch Bester-Azubi-Preis oder Ähnliches Negativ, nicht realisiert!
  17. Entwickeln gemeinsamer Aktivitäten von Senioren und Kindern, z.B. durch Vorlesen, Kochen, Theater in unseren Kindertagesstätten – Negativ, nicht realisiert!
  18. Initiieren eines „Tags der Generationen“ mit Aktivitäten für jung und alt– Negativ, nichtrealisiert!
  19. Stärkeres Einbinden der Jugend-und Seniorenvertretung in Gemeindeprojekte – Negativ, nicht realisiert!
  20. Schaffen eines Jugendraumes – Negativ, nicht realisiert!
  21. Ausbauen der Ferienbetreuung für Kinder ab 3 Jahren – Negativ, nicht realisiert!
  22. Attraktivieren der Kinderspielplätze – Positiv, realisiert!
  23. Unterstützen der europäischen Jugendbegegnungen mit Rupt-sur-Moselle, Bovolone und Ershausen-Wilbich Negativ, nicht realisiert!
  24. Aktivieren des Vereinsrings – Negativ, nichts realisiert!
  25. Dauerhaftes Unterstützen der ehrenamtlichen Arbeit vor allem durch gute Infrastruktur – Negativ, nicht realisiert!
  26. Schaffen von Anreizen für noch mehr Bürgerengagement – Negativ, nicht realisiert!
  27. Schaffen von Voraussetzungen, um junge Menschen für Vereinsarbeit zu begeistern – Negativ, nicht realisiert!
  28. Initiieren der Vernetzung der Ganztagsschule mit den Vereinen – Negativ, nicht realisiert!
  29. Verbessern der innerörtlichen Parkraumsituation – Negativ, nicht realisiert!
  30. Schaffen von Parkraum für Gäste und Touristen (Ortsrand)In Planung, nicht realisiert!
  31. Optimieren der Straßenführung an kritischen Stellen – Negativ, nicht realisiert!
  32. Verbessern und Ausbauen des Radwegenetzes, auch innerörtlich – Negativ, nicht realisiert
  33. Optimieren des öffentlichen Personennahverkehrs – Negativ, nicht realisiert!
  34. Weiteres Ausbauen der Barrierefreiheit – Negativ, nicht realisiert!
  35. Ausbauen sicherer Wege für Kinder und Fußgänger – Negativ nicht realisiert!

Projekte, die weder in Planung sind noch realisiert wurden, haben wir mit Rot gekennzeichnet. Projekte, die sich in Planung befinden, aber noch nicht realisiert wurden mit Blau, und bereits realisierte Projekte mit Grün markiert.
Die verheeren Bilanz von Barth (CDU) muss noch um ein paar weitere Projekte ergänzt werden, die zu Beginn seiner Amtszeit zwar anlagen, jedoch noch nicht auf seiner damaligen Agenda standen:

1. Bau des Vereinsheims
Über 10 Jahre lang hatte Barth als CDU-Fraktionsvorsitzender und Ortsbürgermeister die notwendige Sanierung des Vereinsheims hinausgezögert. Erst auf Druck des Gemeinderats und nachdem es für eine Sanierung zu spät war, wurde das Neubauprojekt in Angriff genommen. Noch heute befindet man sich in der Planungsphase.

2. Projekt neue Sporthalle
Monatelang hat der verbohrte Ortsbürgermeister auf die Erstellung einer Sporthalle ausgerechnet auf dem Pausenhof der Grundschule bestanden und beinahe das ganze Dorf gegen sich aufgebracht. Nur eine Klarstellung des Bürgermeisters der VG konnte ihn von seinem wirren Vorhaben abhalten und wieder in die richtige Spur bringen. Wertvolle Zeit ging allerdings für die Planung für die Renovierung/des Neubaus des Vereinsheims verloren.

3. Realisierung der Umgehungsstraßen
Mehr als 15 Jahre hat Barth im Bremserhäuschen und für die Umgehungsstraßen keinen Finger krumm gemacht. Erst nachdem die Bürgerinitiative und die SPD 2017 die Initiative ergriffen haben, hat sich Barth auf den fahrenden Zug geworfen und halbherzig das Projekt unterstützt.

4. Verkauf der Immobilie am Dorfplatz Elsheim
Seit 5 Jahren führt Barth Gespräche mit Investoren, die sich angeblich brennend für die gemeindeeigene und marode Immobilie am Dorfplatz in Elsheim interessieren. Bis heute war Barth nicht in der Lage, das seinerzeit aus ungeklärten Gründen von Ex-Ortsbürgermeister Müller gekaufte Haus an den Mann zu bringen.

5. Grundstück Kreuznacher Straße/Talstraße
Angekauft wurde das Grundstück von der Gemeinde, um es an eine von seinem CDU-Parteifreund Schlimmer initiierte Bauherrengemeinschaft zu verkaufen. Die Bauherrengemeinschaft gibt es immer noch nicht, und Barth zieht eine wirre Idee nach der anderen aus dem Hut, um das ‚Grundstück einer sinnvollen Nutzung zuzuführen.

5. Ansiedlung einer zweiten allgemeinärztlichen Praxis
Ärzte würden bei ihm Schlange stehen, um demnächst eine Praxis für Allgemeinmedizin in Stadecken-Elsheim zu eröffnen. Diesen falschen Eindruck vermittelte Barth monatelang den Menschen in der Gemeinde, bis er kleinlaut eingestehen musste, dass nicht er, sondern allein die kassenärztliche Vereinigung darüber zu entscheiden hat, wer für Stadecken-Elsheim eine Niederlassungserlaubnis erhält. Bis heute wartet die Gemeinde auf einen zweiten, allgemeinmedizinischen Facharzt.

So viel zu der verheerenden Leistungsbilanz und den großen und kleinen Projekten, die von Barth in seiner fünfjährigen Amtszeit angestoßen wurden. Wir sind gerne bereit, von uns unwissentlich falsche oder fehlerhaft gemachte Aussagen zu korrigieren und richtigzustellen. Ortsbürgermeister Barth (CDU) hat dazu jederzeit die Möglichkeit, sich diesbezüglich an das Forum Stadecken-Elsheim zu wenden.

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