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Was soll man eigentlich davon halten, wenn das CDU-Gemeinderatsmitglied Barth eine CDU-Wahlveranstaltung abhält, um in seiner Funktion als ehrenamtlicher Ortsbürgermeister „über Projektstände, Aktuelles und neue Ideen rund um Stadecken-Elsheim zu informieren…“? Jedenfalls ist man erst einmal erstaunt. Bekanntgegeben wird dies im Nachrichtenblatt Nr. 14 mit einer CDU-Werbeanzeige unter dem Titel „CDU unterwegs der Bürgermeister informiert vor Ort“, in der sich der ehrenamtlich tätige Ortsbürgermeister erst einmal selbst zum „Bürgermeister“  befördert, um dann großzügig dazu einzuladen, sich mit ihm „auszutauschen“ – volksnah und zum Anfassen, „vor Ort.“

Nun ist erst einmal bekannt, dass man sich mit Barth nicht „austauschen“ kann, sondern vorwiegend sein überhebliches und oberlehrerhaftes Geschwafel über sich ergehen lassen muss. Barth tauscht sich eigentlich nur mit sich selbst aus. Darüberhinaus wird von vielen Bürgerinnen & Bürger moniert, dass der notorische Besserwisser mit Arroganz und Abgehobenheit an den Sorgen und Noten der Menschen in der Gemeinde vorbeischwadroniert und nicht weiter darauf eingeht. Und die „Ideen, Anregungen und Kritik“, die unter den Initialen „mp“ vom CDU-Partei- und Gemeinderatsmitglied Michael Paschke in der Anzeige eingefordert werden, legt er bekannterweise erst einmal beiseite und finden nur selten Zugang in seine verbohrte Gedankenwelt.

Doch abgesehen von all diesen menschlichen Unzulänglichkeiten und persönlichen Defiziten, wäre gegen eine CDU-Wahlveranstaltung mit einen CDU-Ortsbürgermeister grundsätzlich nichts einzuwenden, wenn dieser nicht nur seiner Partei und seiner Klientel, sondern auch allen übrigen Bürgerinnen & Bürgern der Ortsgemeinde dieselbe Aufmerksamkeit zukommen lassen würde. Das aber ist bei Barth nicht der Fall. In seiner gesamten, beinahe 5-jährigen Amtszeit hat er es nicht ein einziges Mal für nötig gehalten, alle Bürgerinnen & Bürger „über Projektstände, Aktuelles und neue Ideen rund um Stadecken-Elsheim zu informieren.“  Wenn es um Transparenz und Offenheit geht, dann erweist sich Barth als strammer Vertreter der Kungelei und Hinterzimmer-Politik und lässt den mündigen und engagierten Bürger gerne mal außen vor. Sowohl in öffentlichen Veranstaltungen als auch im persönlichen Gespräch steht bei ihm die Selbstdarstellung im Vordergrund. Seinen Gesprächspartner, so wird berichtet, begegnet er häufig überheblich-herablassend und als uneinsichtiger Besserwisser.

Aber so war es schon immer und ist es noch immer: Für den selbstherrlichen und häufig sich selbst überschätzenden Barth geht es ausschließlich um die eigene Person. Danach kommt die ihn protegierende und polit-karrierefördernde CDU, dicht gefolgt von seiner bewunderten Klientel, dem reaktionären Bauern- und Winzerverein. Die übrigen Bürgerinnen & Bürger der Gemeinde scheinen da eher unwichtig und störend.

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