Am Freitag, den 30.08.2019, kam es zu einem nächtlichen Polizeieinsatz auf dem Weingut Eppelmann. Anwohner fühlten sich in ihrer nächtlichen Ruhe gestört, als noch weit nach 22.00 Uhr wummernde Bässe und Partylärm durch halb Stadecken-Elsheim hallten. Auf der sogenannten „After-Work-Party“ des Weinguts drehte „DJ ANTONY“ den Verstärker so weit auf, dass im Umkreis von mehreren 100 Metern der „Barrique-Scheune“ kaum ein Mensch mehr ein Auge zumachen konnte. Um ca. 23.00 Uhr machte dann die Polizei dem ganzen Spuk ein Ende und beendete das rücksichtslose Verhalten des Veranstalters.

Es ist nicht das erste Mal, dass das Weingut Eppelmann bei seinen Verkaufsveranstaltungen skrupellos gegen die Vorschriften des § 117 des Ordnungswidrigkeitengesetzes verstößt und sich nicht an die vorgeschriebenen Ruhezeiten hält. Das gilt auch für seine an Sonn- und Feiertagen stattfindenden Events, wo die Pflicht zur Ruhe sogar ganztägig gilt. Über die Gründe für solch ein bedenkenloses Verhalten, können wir nur Vermutungen anstellen.

Timo Eppelmann, einer der Eigentümer des Weinguts, ist ehrenamtliches Mitglied im Stadecken-Elsheimer Gemeinderat und glaubt offensichtlich, wachen zu konnen, was er will, und seine Nachbarschaft mit unerlaubtem Lärm terrorisieren zu können. Daneben ist Eppelmann, der selbsternannte „Herr über Rebstöcke und Fässer“, Mitglied und Vorsitzender des örtlichen Bauern- und Winzervereins, der versucht, rücksichtslos seine eigenen Interessen durchsetzen und gerne bestimmen möchte, wo es in dieser Gemeine langzugehen hat. Offenbar sind Eppelmann diese beiden Funktionen zu Kopf gestiegen, sodass er öfter mal den Bezug zur Realität verliert und meint, über den Gesetzen zu stehen.

Wir stören uns nicht daran, dass ein Winzer, der mehr als vier Rebstöcke in seinem Vorgarten hat, seinen landwirtschaftlichen Betrieb gleich zum „Weingut“ hochjubelt. Jeder kann  so viel auf die Pauke hauen, wie er möchte. Das gibt ihm aber noch lange nicht das Recht, sich gegenüber seinen Mitmenschen nach Gutsherrenart aufzuspielen und der Nachbarschaft die Ruhe zu rauben.

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