Als wir diese Nachricht heute in der AZ Mainz gelesen haben (siehe hier), ist uns erst einmal überhaupt nichts Besonderes daran aufgefallen. Schließlich hat jedermann hat das Recht, Dinge zu kritisieren, die ihm nicht gefallen. Allerdings haben wir uns dann gewundert, dass diese Meldung im Lokalteil der Zeitung unter „Stadecken-Elsheim“ veröffentlicht wurde. Denn warum sollte die „CDU-Kritik“ an der Bildungspolitik der Landesregierung plötzlich ein lokales, Stadecken-Elsheimer Ereignis sein?

Beim Weiterlesen haben wir dann aber feststellen müssen, dass die „CDU-Kritik“ und der Vorwurf „Mogelpackung“ von dem nichtgewählten und nachgerückten CDU-Hinterbänkler Barth erhoben wurde – offensichtlich, um sich damit wieder einmal ins Gespräch zu bringen.

Zufällig wohnt Barth in Stadecken-Elsheim, und wenn das jetzt der Grund sein sollte, warum persönliche Ansichten und Stellungnahmen von Bürgerinnen und Bürgern aus Stadecken-Elsheim zu erwähnenswerten Meldungen deklariert und im Lokalteil der Gemeinde platziert werden, dann wären auch wir brennend daran interessiert, unsere ungeschminkte Meinung über Herrn Barth kundzutun und von der AZ Mainz unter der Rubrik „Lokales aus Stadecken-Elsheim“ veröffentlichen zu lassen.

Und noch etwas Seltsames ist uns aufgefallen: Barth leitet die „CDU-Kritik“ aus einer Antwort von Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) auf eine „Anfrage der CDU-Landtagsfraktion“ ab. Nun ist aber im OPAL, dem Offenen Parlamentarisches Auskunftssystem des Landtags, weit und breit nichts von einer „Anfrage der CDU-Landtagsfraktion“ zu sehen, weder von einer kleinen, noch von einer großen Anfrage. Allerdings tummelt sich dort CDU-Hinterbänkler Barth mit vielen, sogenannten kleinen Anfragen zu Gott und die Welt, und macht zur eigenen Profilierung rege und beinahe wöchentlich von seinem parlamentarischen Fragerecht Gebrauch. Offensichtlich verkauft der geltungssüchtige Barth jetzt auch eigene, kleinen Anfragen als „Anfrage der CDU-Landtagsfraktion,“, um mehr Gewicht für seine doch teilweise substanzlosen und effektheischenden Fragen zu erlangen.

Auch auf der Webseite der CDU Rheinland-Pfalz ist von einer „Anfrage der CDU-Landtagsfraktion“ oder einer „CDU-Kritik“ an den Aussagen der Bildungsministerin, deren Antwort noch nicht im OPAL veröffentlicht wurde, nicht das Geringste zu lesen. Vermutlich hat man dort von einer Anfrage und der „vernichtenden“ Kritik des Hinterbänklers überhaupt noch nichts mitbekommen. Es scheint so, als ob Barth die Kritik alleine verfasst und seine eigene „Pressemitteilung“ zur Veröffentlichung bei der AZ Mainz verfasst hätte, um sich wieder einmal in den Vordergrund zu spielen. Dass diese, den abgesonderten Senf auch noch zur erwähnenswerten Meinung hochjubelt und zum lokalen Ereignis in Stadecken-Elsheim macht, ist beinahe ebenso peinlich und löst nur noch heftiges Kopfschütteln hervor.

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