Unser Artikel über die Klientel-Politik des Ortsbürgermeister Barth (CDU) und der dadurch bedingte, permanente Rückgang des Gewerbesteueraufkommens (siehe hier), hat doch viele Menschen in der Ortsgemeinde zum Nachdenken gebracht und Zweifel an der Kompetenz des Amtsinhabers aufkommen lassen. Wenn LiStE, eine Ansammlung von Anhängern der örtlichen CDU und deren Ortsbürgermeister, in einem vor Lügen, Halbwahrheiten und Schönfärberei strotzenden Artikel im „Selztal-Kurier“ das geplante „Ausbauen von Gewebeflächen neben NO“ als erfolgreiche Ansiedlungs- und Gewerbepolitik in den vergangenen 15 Jahren bezeichnet und als „erledigt“ abhakt, dann kann dies nur als Witz und reine Lachnummer bezeichnet werden.


Weder haben sich in den vergangenen 15 Jahren unter den beiden CDU-Ortsbürgermeistern neue Gewerbebetriebe in Stadecken-Elsheim niedergelassen, noch wurden zusätzliche Gewebeflächen für auswärtige Investoren geschaffen. Das Gewerbegebiet Auf der Peterswiese wurde ausschließlich an ortsansässige Betriebe verkauft und hat keinen einzigen Cent mehr an Gewerbesteuer in die Gemeindekasse eingebracht. Bis heute sind nur 50 % vom ortsansässigen Betrieben bebaut und man hat den Eindruck, dass mit den nichtbebauten Flächen spekuliert wird, wie seinerzeit mit der ausgewiesenen Gewerbefläche An der Steig im Ortsteil Elsheim. Dort hatte eine unbedarfte Gemeindeverwaltung ohne Auflage billige Gewerbeflächen an einen Investor verkauft, der dort nie investiert und nur mit dem Areal spekuliert hat. Trotz aller Proteste ist der Gemeinderat auch noch dem Wunsch des Spekulanten nachgekommen und hat ohne Not das Gelände zum Mischgebiet aufgewertet, ohne dass die Ortsgemeinde dafür einen Cent bekommen hat. Der Investor hat daraufhin schnell an einen Bauträger verkauft und sich auf Kosten des Steuerzahlers eine goldene Nase verdient. Noch heute steht kein einziger Gewerbebetrieb auf dem ausgewiesenen Mischgebiet.

Nachweislich und mehrfach gab es in den vergangenen Jahren Anfragen auswärtiger Investoren und Gewerbetriebe nach Gewerbeflächen in Stadecken-Elsheim. Diese Anfragen wurden von der Gemeindeverwaltung hochnäsig abgeschmettert und hätten bei Ansiedlung der Betriebe erhebliche Gewerbesteuermehreinnahmen bedeutet. Heute fehlen diese Gelder und es erhärtet sich der Verdacht, dass ein vom Bauern- und Winzerverein dominierter Gemeinderat mit aller Macht die Ansiedlung zukunftsorientierter, fortschrittliche und Gewerbesteuer zahlender Betriebe verhindern und Stadecken-Elsheim auf dem rückständigen Stand einer Wein- und Landwirtschaft halten möchte, die im Wertschöpfungsprozess einer wachsende Wirtschaft kaum eine Rolle spielt  Diese Politik findet noch Unterstützung durch einen rückwärts orientierten Ortsbürgermeister, der  für den dramatischen Rückgang des Gewerbesteueraufkommens verantwortlich ist und die Ortsgemeinde unausweichlich in ein zukünftiges Finanzloch reißen wird.

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