Während sich Ortsbürgermeister Barth (CDU) in der neuen Gemeindeverwaltung mit seinen Kumpels Horst (FWG) & Krützfeld (SPD) umgeben hat und mit den beiden Beigeordneten eine Politik des harmonischen Händchenhaltens betreibt, mausert sich Peter Schwerdt (SPD) zu einem Ratsmitglied, das seine Finger unerbittlich in offene Wunden legt und für reichlich Unruhe sorgt. Während Ratsmitglied Paschke (CDU) es in der Gemeinderatssitzung am 09.09.19 gerade mal wagt, die für die Menschen in der Gemeinde so wichtige Frage zu stellen, „ob und wann eine Schulung für die den Räten zur Verfügung gestellten I-Pads terminiert ist“, packt das Ratsmitglied Schwerdt mutig heiße Eisen an und bringt die Gemeindeverwaltung damit ordentlich in die Bredouille.

Nachdem er bereits in der Gemeinderatssitzung am 22.08.2019 sein Recht als Ratsmitglied wahrgenommen und Ortsbürgermeister Barth (CDU) mit der Frage, „Wie geht’s mit dem Vereinsheim weiter?“, in helle Aufregung versetzt hatte (siehe hier), hat er sich jetzt zu einer erneuten „Provokation“ hinreißen lassen und angefragt, „wie es mit den gemeindeeigenen Gebäude am Dorfplatz Elsheim weitergeht.“ Doch während in der Sitzung am 22.08.19 die gerade neu gewählten Beigeordneten-Kumpels Horst & Krützfeld dem perplexen Ortsbürgermeister hilfreich zur Seite standen und eine gemeinsame Abwehrfront gegen Schwerdt aufbauten, blieb Barth dieses Mal auf sich alleine gestellt und fertigte den Fragesteller mit der Antwort ab, „dass die Verwaltung in Verhandlung mit den möglichen Investoren ist.“ Mit dieser nichtssagenden Floskel hat sich bereits vor über sechs Jahren der damalige Ortsbürgermeister Müller bei der Frage nach dem Verkauf der Dorfkneipe aus der Affäre gezogen. Zum Glück hat Schwerdt nicht auch noch nach den Gründen für den seinerzeitigen Kauf der maroden Immobilie gefragt. Die Antwort wäre sicherlich noch peinlicher ausgefallen.

Mittlerweile muss man sich fragen, was einen Mann wie Schwerdt dazu treibt, mit seinem provokativen Verhalten so rücksichtslos und unerbittlich von seinem Fragerecht Gebrauch zu machen und seine eigene Verwaltung vor sich herzutreiben. Möchte er mit seinen Fragen wirklich Licht ins Dunkle bringen? Oder will er nur alte Rechnungen begleichen? Fühlt er sich wohlmöglich bei den Wahlen zu den neuen Beigeordneten von seiner eigenen Partei übergangen und verletzt? Was treibt Schwerdt an, und wie wird der Kampf mit der Verwaltung enden? Wir wissen es nicht.

Das Ratsmitglied Schwerdt schwimmt mit seinem insistierenden Verhalten zweifelsohne gegen den Strom und gegen starke Widerstände in der Verwaltung. Das erfordert Mut und Kraft. Deshalb wünschen wir ihm auf seinem mühseligen Weg alles Gute und hoffen, dass er sich weder unterkriegen lässt, noch an der Bürde und der Last seiner Mission zerbricht. In alter, sozialistischer SPD-Tradition rufen wir Schwerdt solidarisch zu: Peter, Glück auf!

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